SOMTXT ist ein Rostocker Unternehmen, das den digitalen Informationsraum seit 2011 mit souveräner, deutscher KI und proprietärer Algorithmik in Massendatenanalysen untersucht. Verbaut im KI-System Kalevi (HCAI) leistet der zugrundeliegende KI-Algorithmus Textrapic seit mehr als 10 Jahren sprachübergreifend, transparent und technisch unabhängig von fremden LLM-Strukturen die intelligente Mustererkennung in sehr großen, unstrukturierten Textdatenbeständen.
Einsatz für Militär und Behörden
Seit ihrer Gründung arbeitete die Somtxt an der Schnittstelle von Forschung und Sicherheitspolitik, institutionell begleitet unter anderem vom BMFTR, vom CIH und von der UniBw (Details s. Technologie/ Curriculum Machinae). Algorithmus und Software wurden in sicherheits- und medienpolitisch sensiblen Kontexten eingesetzt – unter Auftragsverarbeitungsverträgen (AVV) mit behördlichen Auftraggebern und unter auf wenige Stellen beschränktem Zugang zu den Analyseergebnissen. Die Weiterentwicklung und Optimierung von Software und Algorithmus vollzog sich folglich abseits der wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit, stattdessen in der Konfrontation mit realen Lagen. Der große Vorteil dabei lag im durch die Dynamik stetig handelnder Akteure erzeugten Zwang zur technischen, algorithmischen und konzeptuellen Agilität und Unabhängigkeit, daneben zur zweckorientierten Brauchbarkeit der Ergebnisse.
Elaborierte Datenauswertungen
Im Einzelnen werden die folgenden Arten der Datenauswertung seit mehreren Jahren regelmäßig und zuverlässig durch die Somtxt bzw. mit Textrapic/Kalevi durchgeführt, die Leistungsfähigkeit des Systems ist in realen Ermittlungs- und Lageanalysekontexten unter Bedingungen hoher Datenheterogenität und rechtlicher Sensibilität validiert:
- multilinguale Akteursgruppendifferenzierung und -auswertung (unüberwachte Segmentierung von Kommunikationsräumen in kohärente Akteursgruppen auf Basis realen Interaktionsverhaltens – unabhängig von Selbstauskunft oder vorgegebenen Kategorien)
- Auswertung von Kommunikationsdaten in sensiblen Kontexten/nicht-öffentlichen Datenbeständen (autark arbeitende on-premises Bereitstellung des Systems)
- Erkennung von Meinungsmanipulation im digitalen Informationsraum (Identifikation technisch unterstützter Einflussoperationen)
Zwischen 2014 und 2024 bearbeiteten wir im Auftrag des deutschen Militärs (ZOpKomBw) Aufträge zur Aufklärung in Informationsumfeldern außerhalb Deutschlands. Seit Jahresbeginn 2025 waren wir für verschiedene Behörden des Inneren im deutschen Informationsraum tätig, wiesen Diskursmanipulationen (auch: coordinated inauthentic behaviour/CIB) nach und bemühten uns um eine institutionelle Anbindung für die kontinuierliche, technische Aufklärung derartiger Verengung des Möglichkeitsraums von Meinungsbildung, ebenso um einen behördlichen Arbeitsdialog, in dem die technischen Grundlagen einer nicht auf die Statthaftigkeit der Einzelmeinung, sondern auf die gewaltige Wirkung koordinierter Diskursmanipulation abstellenden Regulierung aufgezeigt werden können.
Die Muster derartiger Manipulationen, die wir als Teil eines hybriden Kriegs gegen unser Land auffassen, sind in der Massendatenauswertung sichtbar, ihre technischen Signaturen sind über methodisch kontrollierte Verfahren, Kenngrößen und entsprechende Metriken messbar und ihre gesellschaftlichen Folgen spürbar.